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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Weihnachtszeit ist Benefizzeit



Die Vorweihnachtszeit ist traditionell die Zeit, in der über Solidarität nicht nur gesprochen, sondern in der Solidarität auch gelebt wird. Weil man sich bewusst wird, dass es Menschen gibt, denen es sehr viel schlechter geht, als einem selber. Weil man sich bewusst wird, dass die eigenen kleinen Probleme im Endeffekt keine großen sind. Auch im Sport wird Solidarität geübt: Und für einen Moment lang werden Rivalitäten bei Seite gelegt und das Menschliche in den Mittelpunkt gestellt.

Ritten Sport hat die letzten zwei Jahre Benefizveranstaltungen vor Weihnachten durchgeführt: In der Saison 2010-11 wurde ein Benefizspiel aller Südtiroler Vereine zu gunsten krebskranker Kinder organisiert, 2011-12 wurden Plüschtiere für Kinder gesammelt, die Weihnachten im Krankenhaus verbringen müssen. 
In dieser Saison nun ist der HC Bozen in die Offensive gegangen und stellt das Vorweihnachtsspiel gegen den HC Mailand unter das Motto der Organspenden. Anlass ist die schwere Erkrankung des ehemaligen Bozen Stars Gates Orlando, der nach einer schweren Herzerkrankung ein Spenderherz brauchte.
Es geht nicht nur darum, Gelder für Spenderorganisationen zu sammeln: Es geht darum, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Viele Leben könnten gerettet werden, wenn die Sensibilität für das Thema Organspende höher wäre. 
Salopp gesagt: Es ist Ressourcenverschwendung, gesunde Organe einzugraben oder einzuäschern, wenn diese noch Menschenleben retten könnten, oder Menschenleben verbessern könnten.

Das Duell Bozen gegen Mailand ist nicht zufällig zum Anlass genommen worden, diese Benefiztag durchzuführen: Die legendäre Nummer 17 ist sowohl in Bozen als auch in Mailand auf Torejagd gegangen. 
Wünschenswert wäre, dass der abgrundtiefe Hass zwischen den beiden Fanlagern für eine Partie lang begraben würde und dass die Solidarität in den Mittelpunkt gerückt würde, dass ein gemeinsames Fest für die gute Sache stattfinden könnte. Ob das gelingen kann? Mit ein bisschen guten Willen von Seiten der Fanlager auf jeden Fall. Doch das bleibt abzuwarten.

Ein bisschen schade ist, dass genau an diesem Tag 20 Kilometer entfernt das Vorweihnachtsderby zwischen Ritten und Pustertal gespielt wird. Denn so stehen die Südtiroler Eishockeyfreunde vor der Qual der Wahl zwischen zwei sehr emotionalen Ereignissen: Beim einen das Zeigen von Solidarität, wo Menschenlichkeit in den Mittelpunkt gerückt wird, beim anderen das Fest der Freundschaft und die gemeinsame Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage. 

Doch man muss nicht unbedingt in der Eiswelle sein, um Gutes zu tun: Die Spielertrikots, die anlässlich des Benefizspieles angefertigt worden sind, können Online (hier) von den Fans ersteigert werden. Der Erlös der Aktion fließt dem Verein AIDO zu, der sich für Organspenden einsetzt. 

Weihnachtszeit ist Benefizzeit



Die Vorweihnachtszeit ist traditionell die Zeit, in der über Solidarität nicht nur gesprochen, sondern in der Solidarität auch gelebt wird. Weil man sich bewusst wird, dass es Menschen gibt, denen es sehr viel schlechter geht, als einem selber. Weil man sich bewusst wird, dass die eigenen kleinen Probleme im Endeffekt keine großen sind. Auch im Sport wird Solidarität geübt: Und für einen Moment lang werden Rivalitäten bei Seite gelegt und das Menschliche in den Mittelpunkt gestellt.

Ritten Sport hat die letzten zwei Jahre Benefizveranstaltungen vor Weihnachten durchgeführt: In der Saison 2010-11 wurde ein Benefizspiel aller Südtiroler Vereine zu gunsten krebskranker Kinder organisiert, 2011-12 wurden Plüschtiere für Kinder gesammelt, die Weihnachten im Krankenhaus verbringen müssen. 
In dieser Saison nun ist der HC Bozen in die Offensive gegangen und stellt das Vorweihnachtsspiel gegen den HC Mailand unter das Motto der Organspenden. Anlass ist die schwere Erkrankung des ehemaligen Bozen Stars Gates Orlando, der nach einer schweren Herzerkrankung ein Spenderherz brauchte.
Es geht nicht nur darum, Gelder für Spenderorganisationen zu sammeln: Es geht darum, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Viele Leben könnten gerettet werden, wenn die Sensibilität für das Thema Organspende höher wäre. 
Salopp gesagt: Es ist Ressourcenverschwendung, gesunde Organe einzugraben oder einzuäschern, wenn diese noch Menschenleben retten könnten, oder Menschenleben verbessern könnten.

Das Duell Bozen gegen Mailand ist nicht zufällig zum Anlass genommen worden, diese Benefiztag durchzuführen: Die legendäre Nummer 17 ist sowohl in Bozen als auch in Mailand auf Torejagd gegangen. 
Wünschenswert wäre, dass der abgrundtiefe Hass zwischen den beiden Fanlagern für eine Partie lang begraben würde und dass die Solidarität in den Mittelpunkt gerückt würde, dass ein gemeinsames Fest für die gute Sache stattfinden könnte. Ob das gelingen kann? Mit ein bisschen guten Willen von Seiten der Fanlager auf jeden Fall. Doch das bleibt abzuwarten.

Ein bisschen schade ist, dass genau an diesem Tag 20 Kilometer entfernt das Vorweihnachtsderby zwischen Ritten und Pustertal gespielt wird. Denn so stehen die Südtiroler Eishockeyfreunde vor der Qual der Wahl zwischen zwei sehr emotionalen Ereignissen: Beim einen das Zeigen von Solidarität, wo Menschenlichkeit in den Mittelpunkt gerückt wird, beim anderen das Fest der Freundschaft und die gemeinsame Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage. 

Doch man muss nicht unbedingt in der Eiswelle sein, um Gutes zu tun: Die Spielertrikots, die anlässlich des Benefizspieles angefertigt worden sind, können Online (hier) von den Fans ersteigert werden. Der Erlös der Aktion fließt dem Verein AIDO zu, der sich für Organspenden einsetzt. 

Freitag, 1. Juni 2012

Wie Weihnachten im Sommer oder Die Ruhe vor dem Sturm

Es ist jedes Jahr ein bisschen wie der Advent für Kinder: die Sommermonate für die Eishockeyfans. Irgendwo zwischen Hoffen und Bangen. Viel Spekulation, wenig Konkretes.

Egal wo sich Eishockeyfans treffen: es wird über Statistiken, Namen gesprochen. Und die ganz eifrigen machen sich bereits Gedanken über die Linienzusammenstellung. Analysieren den Gegner (obwohl auch bei den anderen Mannschaften gleich wenig bekannt ist, wie bei der eigenen Mannschaft) und geben schon Tipps ab, wie die Tabelle zu Weihnachten aussehen wird. Beim richtigen Weihnachten, jenem, das so wichtig für die Kinder ist.

Es ist die Zeit, in der die Funktionäre sich geheimniskrämerisch durch die Ortschaften bewegen, sich der Macht bewusst, die man hat, wenn man ein bisschen mehr weiß als das, was den Rest der Welt interessiert. Wobei dieses Gefühl meist sehr subjektiv wahrgenommen wird, weil:
erstens die meisten Vorstände nicht wasserdicht sind und nach einer entsprechenden Menge an Feierabendbier früher oder später Namen fallen
und zweitens die Hockeywelt so klein ist, dass sich Gerüchte schneller verbreiten, als das den Betroffenen lieb sein kann.
Tatsache ist, dass meist das Umfeld schneller Bescheid weiß, als die Vorstände selbst.

Die Geheimniskrämerei der Vorstände aber hat ebenfalls zwei gute Gründe:
erstens muss man sich vor der Konkurrenz schützen, die ja einen Namen kaufen könnte, um die eigene Mannschaft signifikant zu stärken (wobei diese These eher unwahrscheinlich ist, weil die Agenten die gleichen Namen eh jedem Klub anbieten, weil die Kontakte nun einmal nicht so erstklassig sind, wie viele meinen und weil siehe oben)
und zweitens will man den Fans, die ja die Kinder bei der Eishockeybescherung sind, eine richtige Freude mit der Überraschung bereiten will.

Irgendwie also wie Weihnachten für besonders aufgeweckte Kinder. Eine unglaublich schöne Zeit.
Die vor allem einem nützt: der Eishockeybewegung und der Euphorie, die diese Bewegung braucht.