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Donnerstag, 3. Januar 2013

HC Bozen vs. SG Cortina: Spielbericht


Spielbericht 33. Spieltag Serie A1 2012-13
Quelle: Rai Sender Bozen, Mittagsmagazin
Interviewpartner: Brian McCutcheon, Mark McCutcheon
Bericht & Interviews: Traube

Samstag, 27. Oktober 2012

Charakterprobe oder Teamchallenge: Ritten vs. Cortina



Das Eishockeyspiel Ritten gegen Cortina am Samstag, 27. Oktober 2012 ist mehr als nur ein Vorrundenspiel für die Hausherren: Trainer Rob Wilson hat zu diesem Zeitpunkt der Saison eine relativ gut gefülltes Lazarett und muss dementsprechend einige Ausfälle kompensieren. Vor allem die Seele der Mannschaft, Ryan Ramsay, welcher aus dem Spiel gegen Fassa eine leichte Gehirnerschütterung davon getragen hat, gilt im Vorfeld zu diesem Match als schmerzvoller Ausfall. Aber dieser Ausfall ist die Chance für das Team, sich als Mannschaft zu beweisen.
 
Somit werden die gewohnten Angriffsformationen mächtig durcheinander gewürfelt. Die Chance besteht, dass Spieler, die bislang im Schatten des Ausnahmetalents Ramsay standen, aufblühen und sich beweisen. Oder scheitern. Allen voran wird das Hauptaugenmerk auf Greg Jacina gerichtet sein, der bislang ein Schatten seiner selbst war. Sein größtes Problem derzeit: Auch beste Einschussmöglichkeiten vergibt er.
Doch auch einheimische Hoffnungsträger sind gefordert, müssen sie doch mehr Verantwortung übernehmen. Das hat im Prestigeduell gegen Bruneck schon recht gut geklappt.
Es wird nicht darum gehen, Ramsay zu ersetzen: Seine Qualität ist unbestritten und kein Rittner Spieler im Roster hat das Potential, ihm das Wasser zu reichen. Vielmehr geht es darum, mannschaftlich geschlossen aufzutreten und so sein Fehlen zu kompensieren. Jeder einzelne auf dem Eis muss alles geben. Das sind hundert Prozent. Sechzig Minuten lang. 
 
Die erwarteten Angriffsformationen bei diesem Spiel:
Tudin – Jacina – Scelfo
Spinell – Perna – Daccordo
Coassin – Eisath – Fauster

Es ist davon auszugehen, dass die Mannschaft das beste geben wird. Denn es gilt, das schwache Spiel gegen Fassa vergessen zu lassen.
Selbstläufer wird das Spiel aber auf keinen Fall: Denn Cortina ist als wesentlich stärker einzuschätzen, als der aktuelle Tabellenplatz neun würde vermuten lassen.

Mittwoch, 19. September 2012

Supercup 2012: Gratulation an den HC Bozen

Bozen gewinnt  den ersten Titel der neuen Saison.
Foto: Max Pattis

Die erste Schlacht der neuen Saison ist geschlagen. Und Sieger ist wieder der HC Bozen. Der, seit Brian Mc Cutcheon hinter der Bande steht, saisonsübergreifend noch kein Spiel verloren hat. Freilich: Die Aussagekraft des gestrigen Endspiels ist begrenzt, weil der Supercuptitel nicht als wirklich wertvoll anerkannt wird und weil der Zeitpunkt für ein solches Spiel zwei Tage vor Meisterschaftsbeginn ungünstig liegt. Trotzdem konnte man eines erkennen: Die Special Teams von Bozen sind stark. Zu diesem Zeitpunkt ein so klares und strukturiertes Powerplayspiel zu sehen, das kann schon ein bisschen einschüchternd sein. Denn eines ist sicher: Die Truppe aus der Landeshauptstadt ist gewiss noch nicht so eingespielt, wie sie es in zwei Monaten sein wird.

Cortina wirkte motiviert, aber noch nicht eingespielt. Es ist die Mannschaft mit der kürzesten Vorbereitungszeit. Die nur ein Testspiel bestritten hat. Trotzdem schafften es die Ampezzaner, Bozen unter Druck zu setzen. Und zum Sieg fehlte nicht viel: ein bisschen Kaltschnäuzigkeit und ein bisschen Glück. Doch so ist der Sport.

Auffälligster Spieler des Altmeisters: Stanislav Gron, der seine Qualitäten als Spielmacher ein ums andere Mal unter Beweis stellte. Er soll der Leader in der Olympiastadt sein. Und, wenn er dort weitermacht, wo er gestern begonnen hat, dann wird er diese Rolle zweifellos übernehmen können. Er hat das Potential, zu einem der herausragenden Spieler der Saison zu werden.

Bozen hingegen überzeugte als Kollektiv. Wobei ganz sicher noch nachgelegt werden muss, um die Kadertiefe in der Verteidigung zu erreichen, um die Meisterschaft in Angriff nehmen zu können. Egger und Borgatello sind zwar gut, aber sie sind keine Übermenschen, die 40 Minuten und mehr spielen können. Günther Hell machte eine solide, aber keine herausragende Partie. Dass auf der Torhüterposition nachgelegt werden wird, das steht schon fest.

Definitive Schlüsse aus dem Supercupfinale für die morgen beginnende Meisterschaft zu ziehen ist schwer: Aber man kann davon ausgehen, dass Bozen, wenn weiterhin mannschaftlich so überzeugend vorne mitspielen wird. Und dass Cortina, wenn eingespielt, stark einzuschätzen ist. Vor allem, weil individuell sehr starke Elemente in der Mannschaft sind.