Posts mit dem Label Saisonsstart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Saisonsstart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 21. September 2012

Ein Spieltag, zwei Überraschungen und einige Erkenntnisse.



Foto: Max Pattis
Die Meisterschaft ist jung. Gerade einmal 60 Minuten alt. Trotzdem: Es ging um Punkte. Und das Bluffen ist vorbei. Natürlich: die Aussagekraft ist begrenzt – und wenn man nach einem Spiel auf den Rest der Saison schließen könnte, dann wäre der Spielbetrieb der kommenden Monate umsonst. Dann wäre Eishockey wie Monopoly, wo die erste Runde bereits entscheidend sein kann.

Der erste Spieltag hat gezeigt, dass der Unterschied zwischen Serie A2 und A1 doch größer ist, als viele zugeben wollen. Ansonsten hätte Valpellice Mailand nicht so klar in die Grenzen weisen können. Immerhin war Mailand vor dem ersten Spieltag hoch gehandelt worden. Doch anscheinend müssen sich einige Spieler erst wieder an die höhere Intensität der ersten Liga gewöhnen.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass der Meister auch in diesem Jahr die Mannschaft sein wird, die besiegt werden muss. Weil der HCB mit seiner ökonomischen Spielweise überzeugt hat, bei seinem Auftritt gegen Alleghe den Gegner kontrolliert hat, und bei den sich bietenden Möglichkeiten zugeschlagen hat. Das einzige Problem beim amtierenden Meister ist die dünne Spielerdecke in der Defensive: Im Clubhaus täte man gut daran, sich noch nach zwei Verteidigern umzusehen. Denn nach den bisher gezeigten Leistungen muss Günther Hell nicht unbedingt die Backup Position einnehmen.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass Ritten Sport noch siegen kann. Restlos überzeugt haben die Buam zwar nicht, aber wer möchte nach einem 5:0 schon das berühmte Haar in der Suppe suchen? Klar ist: Pontebba ist sicher nicht die Mannschaft, über die der Weg zum Titel führt. Dazu sind die Friulaner einfach zu schwach aufgestellt.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass Cortina die Entscheidungen im Penaltyschießen sucht, und dann verliert. Dass die Ampezzaner sich zwar frühe Führungen herausarbeiten können, aber, wie schon am Dienstag, diese nicht über die Zeit retten können. Ein Indiz, dass die Mannschaft über das notwendige Talent verfügt, aber defensiv noch eine Menge Arbeit vor sich hat.

Der erste Spieltag hat aber vor allem eines: Lust auf mehr Eishockey gemacht. Für alle, die den schnellen Sport so lieben ergibt sich am Samstag die Gelegenheit, eine der emotionalsten Partien mitzuerleben: Das Derby zwischen Pustertal und Ritten. Das zudem ein spannendes Spiel zu werden verspricht. Weil Ritten wieder hoch hinaus will. Und Pustertal den Teufel tun wird, freiwillig den Platz zu räumen. Und es die Heimprämiere für die Wölfe ist. Und Ritten einiges gut zu machen hat.

Es ist/bleibt also spannend…


Mittwoch, 19. September 2012

Supercup 2012: Gratulation an den HC Bozen

Bozen gewinnt  den ersten Titel der neuen Saison.
Foto: Max Pattis

Die erste Schlacht der neuen Saison ist geschlagen. Und Sieger ist wieder der HC Bozen. Der, seit Brian Mc Cutcheon hinter der Bande steht, saisonsübergreifend noch kein Spiel verloren hat. Freilich: Die Aussagekraft des gestrigen Endspiels ist begrenzt, weil der Supercuptitel nicht als wirklich wertvoll anerkannt wird und weil der Zeitpunkt für ein solches Spiel zwei Tage vor Meisterschaftsbeginn ungünstig liegt. Trotzdem konnte man eines erkennen: Die Special Teams von Bozen sind stark. Zu diesem Zeitpunkt ein so klares und strukturiertes Powerplayspiel zu sehen, das kann schon ein bisschen einschüchternd sein. Denn eines ist sicher: Die Truppe aus der Landeshauptstadt ist gewiss noch nicht so eingespielt, wie sie es in zwei Monaten sein wird.

Cortina wirkte motiviert, aber noch nicht eingespielt. Es ist die Mannschaft mit der kürzesten Vorbereitungszeit. Die nur ein Testspiel bestritten hat. Trotzdem schafften es die Ampezzaner, Bozen unter Druck zu setzen. Und zum Sieg fehlte nicht viel: ein bisschen Kaltschnäuzigkeit und ein bisschen Glück. Doch so ist der Sport.

Auffälligster Spieler des Altmeisters: Stanislav Gron, der seine Qualitäten als Spielmacher ein ums andere Mal unter Beweis stellte. Er soll der Leader in der Olympiastadt sein. Und, wenn er dort weitermacht, wo er gestern begonnen hat, dann wird er diese Rolle zweifellos übernehmen können. Er hat das Potential, zu einem der herausragenden Spieler der Saison zu werden.

Bozen hingegen überzeugte als Kollektiv. Wobei ganz sicher noch nachgelegt werden muss, um die Kadertiefe in der Verteidigung zu erreichen, um die Meisterschaft in Angriff nehmen zu können. Egger und Borgatello sind zwar gut, aber sie sind keine Übermenschen, die 40 Minuten und mehr spielen können. Günther Hell machte eine solide, aber keine herausragende Partie. Dass auf der Torhüterposition nachgelegt werden wird, das steht schon fest.

Definitive Schlüsse aus dem Supercupfinale für die morgen beginnende Meisterschaft zu ziehen ist schwer: Aber man kann davon ausgehen, dass Bozen, wenn weiterhin mannschaftlich so überzeugend vorne mitspielen wird. Und dass Cortina, wenn eingespielt, stark einzuschätzen ist. Vor allem, weil individuell sehr starke Elemente in der Mannschaft sind.