Montag, 1. April 2013

Asiago: Ein würdiger Italienmeister

Asiago ist Italienmeister. Wieder einmal. Ein verdienter. Weil Asiago einen Plan zu haben scheint. In vier Jahren dreimal ganz oben zu stehen beiweist das. Und: Asiago war bei allen Titeln nicht unbedingt der Favorit. Und stand am Ende der Vorrunde kein einziges Mal ganz oben. Es kann nicht nur Glück sein, wenn drei von vier Meisterschaften erfolgreich waren. Auch, wenn bei diesen drei Titeln ganz besondere Parallelen zu finden sind.

 Drei Titel in vier Jahren. Drei Parallelgeschichten.

Erstes Finalopfer war Ritten. Eine gute Rittner Mannschaft, die die Vorrunde 2009-10 gewonnen hatte. Und den ersten Titel der Vereinsgeschichte eingefahren hatte: 2010 hatte Ritten den Italienpokal gewonnen. Und war mächtig stolz auf diesen ersten großen Titel der Vereinsgeschichte gewesen.
Die Vorrunde 2010-11 hatte Pustertal dominiert. Und man hatte sich gefragt, wer denn die Wölfe schlagen sollte. Folgerichtig hatte der HCP in diesem Jahr seinen ersten großen Titel der Vereinsgeschichte gewonnen: Der Italienpokal reiste in Pustertal.
Und 2012-13 schlug die Stunde von Valpellice. Nicht, dass die Mannschaft die Vorrunde dominiert hätte. Doch 2013 ging der Italienpokal erstmals nach Torre Pellice. Valpe hatte seinen ersten Titel der Vereinsgeschichte gewonnen.

Auch in Asiago musste man lange auf den Thron warten

Titel zu gewinnen ist nicht so einfach. Eine Sache ist es, in ein Finale einzuziehen. Eine ganz andere Sache ist es, die Finalserie erfolgreich zu gestalten. Das ist auch in Asiago so. 1986 erste Finalteilnahme gegen Meran, 15 Jahre später, 2001 gelingt dann endlich der erste Titelgewinn, nachdem Asiago auch 1990 und 2000 jeweils gegen Bozen im Endspiel gescheitert war. Es scheint fast so als würde sich am Ende immer die Mannschaft durchsetzen, die schon einen Titel im Schrank stehen hat. Auch, wenn der Stamm der Mannschaft sich geändert hat. Der erste Titelgewinn ist der schwierigste. Wieso das so ist? Vielleicht weil die Erwartungshaltung im Umfeld ein bisschen größer ist, als wenn eine Mannschaft sich schon einmal in die Meisterliste eingetragen hat. Vielleicht gibt es sie wirklich, die Angst zu gewinnen. Und sich über den Sieg ein klein bisschen unsterblich zu machen. Zu einem Held zu werden.

Asiago ist ein verdienter Meister der 79. Italienischen Eishockeymeisterschaft. Weil das Trainerteam um John Parco es geschafft hat, die Mannschaft auf den Punkt Top-Fit zu bekommen. Weil Asiago eine Mannschaft war, die aus Fehlern gnadenlos Kapital geschlagen hat. Weil die Mannschaft eine erste Linie hatte, die Spiele im Alleingang gewinnen konnte. Und weil zwei weitere Linien zur Verfügung gestanden haben, die immer brandgefährlich gewesen sind und jedem Gegner Paroli bieten konnten. Vor allem aber weil man in Asiago ruhig geblieben ist und konsequent weiter gearbeitet hat, auch als die Mannschaft in der Vorrunde alles andere als überzeugt hat. Weil man in Asiago darauf vertraut hat, dass man in der Planung richtig liegt.



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