Dienstag, 23. Oktober 2012

Eine Woche- zwei Erzrivalen

Das dürfte der Stimmung rund um den HC Bozen gut tun: Eine Woche, und zwei Erzrivalen sind zu Gast.
Nachdem die letzten Tage rund um den HCB vor allem kritisiert und polemisiert worden ist - nicht nur von den Anhängern der Gegner -, dürfte es sich die kommenden Tage endlich wieder um das Sportliche drehen. Immerhin sind die beiden Mannschaften in der Eiswelle zu Gast, die dem Bozner Selbstverständnis am meisten Magenschmerzen bereiten.

Der HC Mailand, weil die Mannschaften aus der Millionenstadt in der Vergangenheit die hartnäckigsten Gegner um die Meisterschaft waren, wenn sie denn an den Start gegangen sind. Und weil die Fans aus Mailand ein anderes Auftreten und Selbstverständnis haben, als die vor Ehrfurcht schweigend harrenden Zuschauer aus den Bergdörfern.

Der HC Pustertal, weil die Mannschaft und das Umfeld aus dem grünen Tal in den letzten Saisonen sehr viel Selbstvertrauen getankt hat und keine Gelegenheit auslässt, den ehemals übermächtigen Rivalen aus der Landeshauptstadt zu verstehen zu geben, dass aus der schwarz-gelben Maus ein selbstbewusster Wolf geworden ist, der keinerlei Scheu vor Konfrontation hat. Weder auf dem Eis, noch auf den Tribünen.

Für den HCB könnten diese beiden Spiele ein neuen Schwung bringen: Der Verein könnte sich aus der sportlichen Minikrise befreien und neues Selbstvertrauen tanken. Ein Selbstvertrauen, das der Verein lautstark für sich postuliert und mit seinem teilweise arroganten Auftritt eindrucksvoll demonstriert.
Die Eishockey-Gesprächsthemen runde um den Rekordmeister könnten von Trikots endlich wieder auf das Geschehen am Eis verlegt werden.Und alles wäre wieder in Ordnung.

Andrerseits könnten diese beiden Spiele aber auch genau das Gegenteil bewirken.
Auch wenn die Saison noch lang ist.
Aber Spiele gegen Erzrivalen sind wie Derbys: und es geht um mehr, als nur um drei Punkte. Und das heimische Eis bei solchen Spielen als Verlierer zu verlassen hinterlässt tiefe Wunden. Und hässliche Narben.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Das Ende einer Serie oder Dramaturgie eines Hockeyfestes


Was sind die Zutaten für ein Eishockeyfest?
Zwei Fangruppen, die einander respektieren.
Zwei Mannschaften, die auf dem Eis das beste geben.
Eine Partie, die einen klaren Sieger hervorbringt.
Rivalität hin oder her.
Tabellenführung hin oder her. Siegesserie auf oder ab.

Das Spiel Ritten gegen Pustertal war in jeder Hinsicht ein Hockeyfest: Ein volles Stadion, zwei motivierte Mannschaften, die sich ein teilweise intensives Duell lieferten, und nach der Schlusssirene zwei Fanlager, die zu einer Familie verschmolzen sind.

Einziger Wermutstropfen: Die Schiedsrichter, die es 60 Minuten lang nicht schafften, das richtige Maß zu finden. Weil sie nach jeder Kleinigkeit sofort pfiffen. Weil sie nicht verstanden haben, dass zu keinem Zeitpunkt die Gefahr bestand, dass das Spiel eskaliert. Wer die Entscheidungen mit ansehen musste der kommt zum Schluss, dass Schach ein körperbetontes Spiel ist. Weil im Schach mehr Körperkontakt erlaubt ist, als im sogenannten Spitzenspiel. Thomas Rottensteiner meinte nach Abpfiff, dass es eine Schande sei, wenn bei einem Spitzenspiel nicht die besten Schiedsrichter zum Einsatz kämen. Roman Erlacher schlug in die selbe Kerbe. Allein: Das ändert das Problem leider nicht. Die Lösung muss vom Schiedsrichterverband kommen. Worauf man lange wird warten müssen.

Ritten hat das Spitzenspiel verdientermaßen gewonnen. Nicht, weil Ritten die bessere Mannschaft war. Sondern weil Ritten die cleverere Mannschaft war: Mit einer klaren Strategie, die ihre Basis in einer gefestigten Defensive hatte. Und das Spiel wurde tatsächlich durch das starke Defensivkonzept gewonnen. Justin Pogge hatte zwar einen starken Abend, doch seine Vorderleute haben die Pusterer auch nicht in klare Abschlusssituationen kommen lassen. Was ihm den Weg zum dritten Saisons Shutout natürlich erheblich erleichterte.

Und Ritten hat gewonnen, weil das Umschalten von Abwehr in den Angriff wunderbar funktionierte. Und Pustertal mit den eigenen Waffen geschlagen wurde: Die beiden ersten Tore durch Lollo Daccordo und Domenico Perna fielen nach schnellen Tempogegenstößen, bei denen die Pusterer Defensive keine Chance hatte, sich zu formieren.
Und Ritten war 60 Minuten lang konzentriert und fokussiert. Hat sich keine Blöße gegeben. Auch das ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Der Tabellenführer hat ganz sicher keine schlechte Partie geliefert. Die Niederlage begründet sich darin, dass Wilson seine Mannschaft taktisch besser eingestellt hat, als sein Gegenüber. 4:0 ist ein scheinbar klares Ergebnis. Doch das Spiel hätte auch anders ausgehen können.

Und noch zwei Zeilen zu nach dem Spiel: Hut ab vor den beiden Fangruppen, die sich vermischten und gemeinsam den Abend feierten. So sollte es bei jedem Spiel sein: Dass am Ende die Geselligkeit siegt. Und man miteinander die gemeinsame Leidenschaft feiert.

Das sind die Zutaten, die wesentlich sind, um am nächsten Tag über ein Hockeyfest schreiben zu können. Was ich heute darf.
Deswegen, von ganzem Herzen: Danke an alle, die es möglich gemacht haben, dass ich diese Zeilen schreiben darf. Danke!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Ritten gegen Pustertal: Ein Klassiker mit Kultstatus.


Was haben der Ritten und das Pustertal gemeinsam?

Auf den ersten Blick nicht viel.
Weder sprachlich, noch klimatisch: Die einen sagen Schuiche und meinen damit Leder, das an den Füßen getragen wird. Die anderen sagen "riachen" und meinen damit, dass Qualm aus dem Kamin steigt.
Während bei den einen die Äpfel auf den Bäumen bestens gedeihen, müssen sich die anderen mit Erdäpfeln begnügen.
Es gibt also wirklich nicht viel Gemeinsames.
Außer der Begeisterung fürs Eishockey.
Und auch die wird unterschiedlich gelebt.
Die einen leben sie laut, die anderen genießen sie still.
Die einen sind voll des Lobes und positiv eingestellt, die anderen lieben es, das Haar in der Suppe zu finden.
Es ist ein Spiel der Gegensätze, ein Spiel, bei dem sich kulturelle Unterschiede treffen.

Es ist einer der Klassiker, auf den sich die Fans wirklich freuen. Sowohl die einen, als auch die anderen. Und wo sich noch viele finden, die die Strapazen einer Auswärtsfahrt in eine fremde Welt auf sich nehmen.
Weil man sich kennengelernt hat, und sich trotz aller Rivalität Freundschaften aufgebaut hat. Weil es eines der wenigen Duelle ist, nach denen man sich mit dem Gegner gerne trifft, um gemeinsam das Gesehene doch unterschiedlich zu analysieren. Und in aller Ruhe ein Bierchen miteinander trinkt.


Sportlich stellt sich die Frage, ob Ritten es schafft, als erste Mannschaft den Siegeslauf der Wölfe zu stoppen. Die Vorzeichen für ein spannendes Spiel sind gegeben: Denn auch wenn der HCP noch keinen Punkt in dieser Saison abgegeben hat, auch Ritten befindet sich in Siegerlaune und präsentiert sich von Spiel zu Spiel stärker.
Zwar hatte das Spiel in Pontebba etwas vom Deutschlandauftritt gegen Schweden - eine Halbzeit dominiert und dann doch noch (fast) ein böses Erwachen, aber höchstwahrscheinlich wird man gegen die Tabellenführer gar nicht erst in Versuchung kommen, nach einem dominanten Beginn einen Gang zurück zu schalten.

Das Samstagspiel ist ein Spitzenspiel. Auf jeden Fall. Denn beim Spiel zwischen Ritten und Pustertal  geht es um die Klärung der Frage: Schuach oder Schuiche?


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Der Aufstand der Zwerge

Jetzt ist es nun doch soweit: Das italienische Eishockey hat sich in den Lockout Sog hineinziehen lassen. Es ist noch keine zwei Tage her, da hatte ich es den Vereinen gut geschrieben, dass sie beim Rennen um Spieler, die in ihren Stammvereinen nicht spielen dürfen, nicht mitmachen. Dann gestern die Meldung:

Neumarkt verpflichtet NHL Star Nick Bonino

Naja, Star ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen. Nicht jeder NHL Spieler ist ein Star. Sicher ist sein Können für italienische Verhältnisse ausreichend. Besonders für die Serie A2. Ohne diese Liga abwerten zu wollen. Aber doch müssen einmal prinzipielle Fragen geklärt werden. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Serie A2 zugeschlagen hat:
Ich persönlich habe die Serie A2 immer als Ausbildungsliga für die A1 gesehen. Ich weiß, diese Einstellung wird im "Unterhaus" nicht geteilt: Weil man selbstbewusst genug ist, sich als eigenständige Liga zu sehen. Diese Einstellung kann man teilen. Muss man aber nicht. Und ich teile sie nicht.

International und über alle Sportarten hinweg gesehen ist es so, dass ein Erfolg in der zweiten Liga angestrebt wird, weil dieser Erfolg zur Teilnahme in der ersten Liga berechtigt. Darin begründet sich der Ehrgeiz der Zweitligateams und das Streben nach Erfolg.
Im italienischen Eishockey ist es anders: Ein Erfolg in der zweiten Liga ist nicht mit dem Ziel verbunden, in der ersten Liga zu spielen. Auch, wenn die zweite Liga im Grunde nur mehr eine Landesmeisterschaft ist.

Anstatt sich um den Sport zu kümmern, dreht man sich um sich selber. Man lässt es zu, dass eine Mannschaft aus der laufenden Meisterschaft ausscheidet, nimmt das einfach zur Kenntnis. Unternimmt aber nix, damit das nicht passiert.
Lieber kauft man ein. In der besten Liga der Welt. Verkauft das als großen Erfolg. Und lässt einen NHL Spieler gegen sechs andere Südtiroler Mannschaften auflaufen. 
Irgendwie ist das so, wie wenn eine VSS Mannschaft um die Tschögglbergtrophäe auf einmal einen Spieler aus der Premier League auflaufen lassen würde. Werbeeffekt? Naja, ich kann ihn nicht wirklich erkennen. 


Ich habe nix gegen Neumarkt

Aber irgendwie fehlt mir eine Strategie. Oder die Aussage des Vereins, dass man Eishockey so weit etablieren will, dass man im kommenden Jahr in der ersten Liga spielen will. 
Es ist ein offenes Geheimnis, dass man im Unterland endlich den Titel will. Und dagegen ist nix einzuwenden. Nur sollte es so sein, dass in einer Ausbildungsliga auch dieser Auftrag ernst genommen wird. Und nicht Geld ausgegeben wird, um sich den Erfolg zu kaufen. 
Um dann im kommenden Jahr wieder bei null beginnen zu müssen. 
Irgendwie finde ich es kurzsichtig.
Und das hat nix mit Neid zu tun.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Bad News are Good News - für die Presse...

In der Presse zählt eine einzige Realität: Leserzahlen. 
Und wir lassen uns allzugerne anstecken. 
Liegt es am Menschen, oder liegt es an den Medien, dass uns schlechte Nachrichten mehr interessieren, als gute? Bedenklich finde ich vor allem einen Umstand: Es hat nun auch schon den Sport erreicht. Über Niederlagen, Missgeschicke und Fehleinkäufe wird wesentlich mehr diskutiert als über Siege und Erfolge. Sollte es nicht genau im Sport umgekehrt sein?

Für jeden, der schreibt, ist die Trikotaffäre des HC Bozen ein Glücksfall. 

Weil unerwartet, weil ein Skandal, weil man richtig "Gas" geben kann. Doch irgendwann muss Schluss damit sein. Irgendwann hört sich der Spaß auf. Und ein Gutes wird es haben: Dass das keiner Mannschaft mehr passieren wird. Weil alle daraus gelernt haben. Und neun Vereine das Glück hatten, dass es dem zehnten passiert ist. 

Was ich bei der Eishockeybewegung in Italien spüre ist ein besorgniserregender Pessimismus. Und sehr viel Schlechtmacherei. Es stimmt schon: Einige Vereine machen ihre Hausaufgaben schlecht bzw. unzureichend. Aber das Wesentliche, das läuft schon. Zumindest irgendwie. 

Verbesserungspotentiale gibt es überall. Perfektion ist dem Menschen nicht gegeben. 

Und das ist auch gut so. Denn so kann man bei jedem einzelnen Schritt sicher sein, dass man ihn besser machen kann. Und das schon morgen.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass sich einige "Fans" mehr über Niederlagen freuen, als dass sie sich einen Sieg wünschen. Richtige Fans sind nicht objektiv: Wahre Fans haben eine rosarote Brille auf. Immer, und Überall - wenn es um ihre Mannschaft geht. 

Irgendwie ist die Rollenverteilung verloren gegangen: Es ist Aufgabe der schreibenden Zunft, Missstände anzuprangern und zu kritisieren. 

Aufgabe der Fans ist es dann, den eigenen Verein zu schützen, tausend Ausreden und Erklärungen zu finden und letzten Endes einen Schuldigen im Kreise der schreibenden Zunft zu finden. Weil der das Problem groß geredet hat. 
Es kann doch nicht sein, dass Vereine von den eigenen Fans gerichtet werden. Denn was ist ein Verein ohne Fans, die mit ihm durch dick und dünn gehen? 
Genau: Eine leere Hülle! 

Es wird viel über Geld diskutiert, über Transfersummen und Gehälter von Spielern: Als ob das das Problem des Fans wäre. Und manchmal die fast lustvolle Diskussion, welcher Verein als nächstes in bankrott geht, seine Tätigkeit aus Geldmangel einstellen muss, welcher Präsident wie viel von seinem Geld hineinpumpen muss, um nicht eingesperrt zu werden. Bei allen diesen Diskussionen frage ich mich schon manchmal:


Sind wir uns sicher, dass alle Schrauben noch dort sind, wo sie hingehören, bzw. so festgezogen sind, wie sich das gehört?


Wer bitteschön hat denn irgendetwas davon, wenn ein Verein nicht mehr weitermachen kann?
Damit hat jeder Verein einen Konkurrenten, aber auch einen Multiplikator für die Bewegung weniger.

Als ich diesen Blog eröffnet habe tat ich das, weil ich meine Meinung sagen wollte. Weil ich als Pressesprecher zu negativ eingestellt war. Heute sehe ich: Die, die sagten, ich würde gegen den Verein arbeiten, hatten in gewissem Sinne recht. Ich sah mich als Teil der schreibenden Zunft an. Und vielleicht trage auch ich einen Teil der Verantwortung, dass alles schlecht geredet wird und sich die Menschen nicht mehr des Sports erfreuen können. 

Wenn dem so ist, dann tut es mir Leid. Und mein Appell an alle Fans im Lande:

Seid einfach wieder Fans, die hinter den Vereinen stehen. Ich kann nicht aus meiner Haut, das war schon immer so. Aber ihr: Werdet bitte wieder zu dem, was ihr einmal wart: Eine verschworene Gemeinschaft, die für die Farben eurer Teams durch die Hölle gehen.
Weil der Sport hat sich das verdient. 
Ehrlich.

Montag, 15. Oktober 2012

Erste Hinrunde ist gespielt: Tops und Flops


Die erste Hinrunde der Eishockeysaison 2012/13 ist gespielt. Ein Viertel der Vorrunde ist somit abgeschlossen. Zeit, ein kurzes Resümee zu ziehen. Und die Tops und Flops zu nominieren:


Tops:

HC Pustertal: Vor der Saison waren schon zahlreiche Kritiken laut geworden: Dass das Team nicht komplett sei, dass man sich nicht adäquat verstärkt hätte, dass man an den falschen Stellen die Hebel angesetzt hätte. 
Die Mannschaft hat sich davon nicht verunsichern lassen. Sondern, im Gegenteil, eine perfekte Runde gespielt. Die Wölfe haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch in dieser Saison bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden wollen - und wohl auch werden.



Tormänner: Die Serie A1 hat in dieser Saison mächtig in die wichtigste Position auf dem Feld investiert. Noch nie waren so viele Top Torleute wie in dieser Saison im Einsatz. Aubin, Raycroft, Pogge, Dennis & Co haben schon in der ersten Runde die Gewissheit hinterlassen, dass es den Stürmern nicht mehr so leicht gemacht wird, ein Tor zu schießen. Positiv ist auch zu bewerten, dass Günther Hell als einheimischer Tormann durchaus mitspielen kann. Auch das hatte ihm niemand im Vorfeld so ohne weiteres zugetraut.

NHL Run ignorieren: Während Halb Europa wie verrückt um Lockout Spieler aus der NHL buhlt, ist die Serie A1 (bislang) vernünftig geblieben. Mag sein, dass die geforderten Prämien nicht finanzierbar sind. Doch ist der Einsatz eines NHL Stars auch aus sportlicher Sicht sehr fragwürdig, weil was bringt ein Spieler, der den Unterschied auf dem Feld macht, wenn er nur für zwei Monate in der Mannschaft spielt?





Flops:

HC Bozen: "Tra dire e fare c'é in mezzo il mare." 
Groß angekündigt worden war, dass der HCB eine Fanoffensive starten würde. Tickets zu ausgesprochen attraktiven Preisen wurden auf den Markt gebracht. Allein: Die Fans haben das Angebot nicht angenommen. Irgendwie fragt man sich, ob die Angebote gut verkauft und angeboten werden, oder ob in der Kommunikation die richtigen Register gezogen worden sind. Immerhin hatte man sich das Ziel gesetzt, 2.000 (!!!) Abos zu verkaufen. Erreicht hat man einen Bruchteil davon.

Pontebba: Schön zwar, dass es die Verantwortlichen im Friaul geschafft haben, auch in diesem Jahr wieder eine Mannschaft in der Serie A1 ins Rennen zu schicken, doch das Team ist alles andere als Liga-tauglich und hätte wohl auch in der Serie A2 so seine Probleme, mit zu halten. Traurig aber wahr: Aber diese Mannschaft ist keine Bereicherung für das italienische Eishockey.

Trikotaffäre: Spar- und Sanierungsmaßnahmen sind zwar löblich, doch kann alles übertrieben werden: Der HC Bozen hat die Heimgarnitur für Dressen nicht bestellt und musste aus diesem Grund in den Leibchen des EV Bozen gegen Valpellice antreten. Solche Aktionen sind einfach nur peinlich und in keiner anderen Sportart denkbar: Oder kann sich jemand vorstellen, dass der FC Bayern München in den Dressen der Münchner Löwen auflaufen?



Sonntag, 14. Oktober 2012

Traube's Switch reloaded zur Trikotaffäre

Achtung: Dieser Post ist rein fiktiv und Ähnlichkeiten mit aktiven oder nicht mehr aktiven Pressesprechern könnten zufällig entstehen.





Ich weiß, eigentlich tut man es nicht. Aber: wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen. Eine Frage stellt sich: wie geht die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit um, wenn man die Trikots der Konkurrenz anziehen muss, weil vereinsintern vergessen worden ist, eine Bestellung weiter zu geben? Ein Versuch, diese Frage aus dem Blickwinkel verschiedener Kommunikatoren zu beantworten. Wer könnte gemeint sein?
Die Tipps bitte unter Kommentare.
Für den Gewinner des Wettbewerbs gibt es eine lobende Erwähnung!

Verein 1:

"Für das Spiel gegen Valpellice haben wir uns neben dem Puckwerfen noch eine ganz besondere Aktion einfallen lassen: Unsere Mannschaft wird in den Dressen der Konkurrenz auflaufen. Damit wollen wir zeigen, dass wir eine gute Zusammenarbeit pflegen und für ein gemeinsames Ziel stehen."

Verein 2:

"Das Ziel, das wir uns gesetzt haben, haben wir durch diese Aktion erreicht: Es wird über uns gesprochen und wir sind in allen Medien präsent. Wir haben das Spiel dominiert und trotzdem verloren. Also war dieser Abend unterm Strich ein voller Erfolg.
AAAAUUUUFFFFF GEEAAAAHHHHTSSSS"


Verein 3:

"Gegen Mittag hat ein Telefonat zwischen den beiden Präsidenten stattgefunden und Valpellice hat zugesichert, mit den hellen Dressen anreisen zu wollen. Leider hat sich der Gegner nicht an diese Absprache gehalten, wodurch der HCB die Gelegenheit wahrnahm, die Dressen unseres Partnervereines EVBozen über zu ziehen. Auf diese Weise wollten wir den zahlreichen Zuschauern in der Eiswelle zeigen, dass es in Bozen einen weiteren Verein gibt, der es auch verdient, einem breiten Publikum präsentiert zu werden."

Verein 4:

"Das Spiel war gelaufen, bevor es begonnen hatte: Der Verein hat sich entblösst und bewiesen, dass er nix auf die Reihe bekommt. Es ist einfach nur peinlich und diese Aktion kann durch nix entschuldigt werden."