Montag, 15. Oktober 2012

Erste Hinrunde ist gespielt: Tops und Flops


Die erste Hinrunde der Eishockeysaison 2012/13 ist gespielt. Ein Viertel der Vorrunde ist somit abgeschlossen. Zeit, ein kurzes Resümee zu ziehen. Und die Tops und Flops zu nominieren:


Tops:

HC Pustertal: Vor der Saison waren schon zahlreiche Kritiken laut geworden: Dass das Team nicht komplett sei, dass man sich nicht adäquat verstärkt hätte, dass man an den falschen Stellen die Hebel angesetzt hätte. 
Die Mannschaft hat sich davon nicht verunsichern lassen. Sondern, im Gegenteil, eine perfekte Runde gespielt. Die Wölfe haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch in dieser Saison bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden wollen - und wohl auch werden.



Tormänner: Die Serie A1 hat in dieser Saison mächtig in die wichtigste Position auf dem Feld investiert. Noch nie waren so viele Top Torleute wie in dieser Saison im Einsatz. Aubin, Raycroft, Pogge, Dennis & Co haben schon in der ersten Runde die Gewissheit hinterlassen, dass es den Stürmern nicht mehr so leicht gemacht wird, ein Tor zu schießen. Positiv ist auch zu bewerten, dass Günther Hell als einheimischer Tormann durchaus mitspielen kann. Auch das hatte ihm niemand im Vorfeld so ohne weiteres zugetraut.

NHL Run ignorieren: Während Halb Europa wie verrückt um Lockout Spieler aus der NHL buhlt, ist die Serie A1 (bislang) vernünftig geblieben. Mag sein, dass die geforderten Prämien nicht finanzierbar sind. Doch ist der Einsatz eines NHL Stars auch aus sportlicher Sicht sehr fragwürdig, weil was bringt ein Spieler, der den Unterschied auf dem Feld macht, wenn er nur für zwei Monate in der Mannschaft spielt?





Flops:

HC Bozen: "Tra dire e fare c'é in mezzo il mare." 
Groß angekündigt worden war, dass der HCB eine Fanoffensive starten würde. Tickets zu ausgesprochen attraktiven Preisen wurden auf den Markt gebracht. Allein: Die Fans haben das Angebot nicht angenommen. Irgendwie fragt man sich, ob die Angebote gut verkauft und angeboten werden, oder ob in der Kommunikation die richtigen Register gezogen worden sind. Immerhin hatte man sich das Ziel gesetzt, 2.000 (!!!) Abos zu verkaufen. Erreicht hat man einen Bruchteil davon.

Pontebba: Schön zwar, dass es die Verantwortlichen im Friaul geschafft haben, auch in diesem Jahr wieder eine Mannschaft in der Serie A1 ins Rennen zu schicken, doch das Team ist alles andere als Liga-tauglich und hätte wohl auch in der Serie A2 so seine Probleme, mit zu halten. Traurig aber wahr: Aber diese Mannschaft ist keine Bereicherung für das italienische Eishockey.

Trikotaffäre: Spar- und Sanierungsmaßnahmen sind zwar löblich, doch kann alles übertrieben werden: Der HC Bozen hat die Heimgarnitur für Dressen nicht bestellt und musste aus diesem Grund in den Leibchen des EV Bozen gegen Valpellice antreten. Solche Aktionen sind einfach nur peinlich und in keiner anderen Sportart denkbar: Oder kann sich jemand vorstellen, dass der FC Bayern München in den Dressen der Münchner Löwen auflaufen?



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