Sonntag, 14. Oktober 2012

Was ist der Gipfel der Peinlichkeit?

Man sagt, der Rekordmeister sei die erste Adresse in Italien.
Man sagt, das sei so, weil das Umfeld so professionell sei.
Wenn dem wirklich so ist: Na dann Prost-Mahlzeit, Marie.
Denn das ist ein Schlag ins Gesicht jedes Vereines, der versucht, professionell und gut zu arbeiten.

Ich kann verstehen, wenn man bei zum dritten Spieltag noch mit überklebten Leibchen aus dem Vorjahr spielt. Weil vielleicht die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist. Weil es vielleicht bei der Bestellung eine Verzögerung gegeben hat. Weil vielleicht etwas dazwischen gekommen ist. Obwohl: auch das sollte nicht geschehen.
Es kann sogar geschehen, dass man bis Weihnachten in die alten Tücher gewickelt spielt. Es kann ja wirklich einmal etwas sehr schief gehen. 
Das italienische Eishockey hat vielleicht andere Probleme zu lösen. Weil provinziell aufgebaut. Eine Bananenliga. Gemacht von Amateuren, die es zum ersten Mal machen, und nicht genau wissen, was sie da tun.
Schlimm wird es, wenn das bei der ersten Adresse einer Liga passiert. 
Was soll man dann bei den Hinterbänklern erwarten?

Richtig peinlich aber wird es, wenn bei Spielanpfiff auf einmal festgestellt wird, dass Heim- und Gastmannschaft in den gleichen Farben gegeneinander antreten. (Damit das nicht passiert, gibt es sogar eine Regel: nämlich dass die Heimdressen hell und die Auswärtsdressen dunkel zu sein haben.)
Wenn es dann keine zweite Farbgarnitur gibt, dann könnte es theoretisch passieren, dass ein Spiel gar nicht beginnen kann.

Oder dass die Heimmannschaft in den Dressen des ungeliebten kleinen Bruders spielen muss. 
Hut ab vor dem EV Bozen, der seine Dressen zur Verfügung gestellt hat. Ich bin mir nicht so sicher, dass es in die andere Richtung auch so schnell funktioniert hätte. Wobei: jede halbwegs organisierte Freizeitmannschaft kommt gar nicht in diese Situation. Weil sich die Freizeitsportler dafür entscheiden, zwei Dressen zu bestellen. Für Heim - und Auswärtsspiele.

Tut mir leid, ich kann mir nicht helfen.
Aber ich meine, das ist eine komische Referenz für einen Klub, der die erste Adresse sein will. Für mich ein No-Go. 
Egal, ob nun ein Marty Turco, Roberto Luongo oder sonst wer als Tormann kommt. Es gibt beim HCB andere Baustellen, die zu schließen wären. Denn solche Situationen sind ein Schaden: Nicht nur für den Italienmeister, sondern für die gesamte Liga, für die gesamte Eishockeybewegung.
Das muss Konsequenzen haben. Denn das ist der Gipfel der Peinlichkeit.


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