Mittwoch, 26. September 2012

Danke für über 50.000 Seitenzugriffe


Heute an dieser Stelle einmal ein Danke an Alle meine Leser: die „Schallmauer“ von 50.000 Seitenzugriffen wurde geknackt – und das seit März 2012.

Für mich ein Grund, eine imaginäre Flasche zu öffnen: und Danke für das Interesse zu sagen. Das ist Motivation für mich, weiter zu machen…

Ich würde mich über eure Kommentare zu den einzelnen Geschichten freuen: Die Kommentare der Leser würden den Blog meiner Ansicht nach interessanter machen.

Ich freue mich auf eure Anregungen und Kommentare… und freue mich außerdem, wenn ihr auch weiterhin meinen Traubes Hockeywelt verfolgt!!!


Für alle Statistikfreaks an dieser Stelle ein paar Zahlen:


Allgemeine Zahlen:

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Dienstag, 25. September 2012

Gerüchteküche, ein Namen, ein Gewinner

Kommt Roberto Luongo nach Bozen, oder doch eher nicht? Es ist eine Frage, die die Eishockeywelt beschäftigt. Zumindest die Südtiroler Welt. Ob er nun tatsächlich das "Weiß-Rote" Dress überstreifen wird ist eher unwahrscheinlich. Und irgendwie auch egal. Der HCB hat allein schon durch das Gerücht gewonnen. Weil über den Verein diskutiert worden ist. Damit hat Bozen gezeigt, dass man Kommunikationsstrategien perfekt einzusetzen versteht.  Weil auch Gerüchte Teil einer erfolgreichen Strategie sein können.

Eine alte Marketingweisheit sagt, dass jede Nachricht eine gute Nachricht für ein Unternehmen ist. Dabei spielt es keine Rolle, wer das Gerücht gestreut hat: Die Vereinsbosse haben es geschafft, das Gerücht heiß zu halten. Es wurde ein Namen ins Spiel gebracht, der in Eishockeyfachkreisen zum Besten gehört, was es überhaupt gibt. Besonders geschickt: Der Verein hat sich zum Gerücht nicht geäußert. Hat weder dementiert noch bestätigt. Sondern einfach geschwiegen. Was in diesem Fall das geschickteste ist. Weil sich dadurch das Gerücht weiter verbreiten konnte. Und das Interesse an einem Verein gestiegen ist, der zu Meisterschaftsbeginn in der Kommunikation nach außen nicht immer ganz glücklich agiert hat.

Bozen hat sich damit eines Mittels bedient, das große Klubs schon lange für sich nutzen: Die Gerüchteküche. Das funktioniert ganz einfach: Irgendjemand aus dem Dunstkreis des Vorstandes spricht im Vertrauen mit einem Freund und zwitschert ihm, ganz im Vertrauen, einen Namen. Ort der Mitteilung: Idealerweise ein Lokal, in dem sich viele Hockeybegeisterte befinden. Beste Tageszeit: Mittagszeit oder Abend. Weitere Vorgehensweise: Abwarten, die Neuigkeit verbreitet sich innerhalb von Stunden. 
Vorteil: Das Gerücht zieht seine Runde. Diskret und schnell. 
Vorteil: Relativ schnell kommt das Feedback, was das Umfeld von der Idee hält. Also ist dieses Marketinginstrument, das absolut kostenlos ist, nebenbei auch noch ein adäquates Mittel zur Marktforschung. Und - wenn der Name heiß genug ist - ein ausgezeichnetes Mittel, die Konkurrenz in Panik zu versetzen. Denn Vereinsbosse informieren sich auch über die Medien, welche von Fans genutzt werden: Social Media, Foren, Blogs - auch wenn sie das ausgesprochen ungern zugeben - oder gar dementieren.
Klarerweise ist dieses Marketinginstrument nicht in jedem Fall einsetzbar, weil es sich auf den Marktpreis auswirkt. Was bei Durchschnittsspielern eher negativ für den eigenen Verein ist - wenn man denn am Spieler überhaupt interessiert ist.

Dass Roberto Luongo eine Bereicherung für die italienische Serie A1 wäre steht zweifellos fest und wurde vereinsübergreifend festgestellt. Ganz sicher würde er den Effekt haben, dass die Eiswelle besser besucht würde. Weil er eine Sehenswürdigkeit aus einer anderen Dimension wäre. 
Und das täte dem Sport ganz sicher gut. 
Wie auch Gerüchte dem Sport gut tun.


Montag, 24. September 2012

Der Fluch des vollen Stadions


Manches Mal verstehe ich die Welt nicht mehr: Ein volles Stadions, meinte ich, würde die Sponsorensuche für einen Verein erleichtern. Weil ein Werbepartner in einem vollen Stadion mehr Kunden erreichen kann. Und weil ein Werbepartner in einem vollen Stadion in ein gutes Licht gerückt wird. Und weil sich ein Werbepartner in einem vollen Stadion mit einer großen und euphorischen Gemeinschaft solidarisiert. Wie gesagt: Das meinte ich. Was ich im Pustertal erfahren habe, verursacht bei mir Kopfzerbrechen. Weil ich das Argument nicht verstehe, das da lauten soll, der Verein brauche das Geld ja nicht unbedingt, weil das Stadion ja voll sei.

Die Information habe ich nicht von irgendeinem Fan bekommen. Sondern von jemandem, der es wissen muss. Der sich für den Verein einsetzt. Und dessen Anliegen es ist, den Karren weiter zu bringen.

Freilich: jeder ist frei zu geben oder nicht zu geben. Und ein jeder ist frei, seine eigene Interpretation zu finden. Aber: Ich denke, dass ein professionell geführter Verein, der ein gutes Fanmanagement hat, ein gutes Medium für Betriebe darstellt. Und ein professioneller Verein etwas anderes ist, als der Empfänger eines Beitrages. Weil er eine attraktive Gegenleistung bieten kann, die sich langfristig ökonomisch bemerkbar macht.

Sicher: Die Wirtschaftskrise hat zugeschlagen. Vielleicht härter, als sich das viele eingestehen wollen. Weil viele Gehaltsempfänger sind, und das Geld doch immer noch pünktlich und verlässlich überwiesen wird. Die Unternehmer aber wissen, dass es immer schwieriger wird, an Aufträge zu kommen. Und das vereinbarte Entgelt pünktlich zu kassieren.

Es gibt also durchaus gute Gründe für Betriebe, zu sparen. Wie gesagt: jeder Betrieb ist frei, seine Werbestrategie so auszulegen, wie er es für erfolgsversprechend hält. Sport steht für Jugend und Dynamik. Werbepartner im Sportbereich geben sich ein entsprechendes Image. Umso mehr, wenn ein Verein erfolgreich ist. Die Streichung oder Reduzierung eines Beitrages aber damit zu argumentieren, dass der Verein das Geld aufgrund seiner guten Besucherzahlen ja nicht brauche, das widerspricht jeder Logik. Und gibt im Umkehrschluss denen Recht, die nix in Fanmanagement und Fanbetreuung investieren. Die Eishockey nur sportlich, und nicht als Dienstleistung sehen. Das macht mich ein bisschen nachdenklich…

Sonntag, 23. September 2012

Ritten Sport oder Das Waldorfsystem

Foto: Max Pattis
Ein bisschen bin ich enttäuscht von dem, was ich beim Spiel Ritten gegen Pustertal gesehen habe: Ich hatte mir in diesem Jahr mehr von Ritten Sport erwartet. Weil ich der Meinung war, dass es eine gr0ße Mannschaft ist. Eine Erkenntnis ist geblieben: Das Waldorfsystem wird in der Pädagogik funktionieren. Für den Sport ist dieses System nicht geeignet.

Was ich mit Waldorfsystem meine: Dass jeder das tun darf, wozu er gerade Lust hat. Es mag einen Sinn haben, dass bei jedem Spiel der Kapitän wechselt: mir ist er verborgen geblieben. Es mag einen Sinn haben, wieso Greg Jacina auf den Flügel ausweichen muss, weil Dan Tudin als Center spielen möchte (was übrigens seit drei Jahren nicht funktioniert) - auch dieser Sinn hat sich mir nicht erschlossen. Es ist so, dass man sich viel einreden kann: Doch ein Schaf auf der Weide wird nicht zu einem Wolf, nur weil es sich das einredet - im Gegenteil: Der wirkliche Wolf braucht sich nicht einmal mehr anstrengen, um satt zu werden.
Ich höre schon die beschwichtigenden Worte, dass das letzte Drittel ja nicht soooo schlecht war, weil man fast noch den Ausgleich erreicht hätte, gegen Wölfe, die einen mannschaftlich kompakten Eindruck hinterließen. Der Eindruck täuscht: Ramsay, Tudin und Jacina sind Instinktspieler, die in jeder Situation zusammenspielen können, auch ohne Training. Aufgabe müsste es sein, ein System in die Mannschaft zu bringen, damit drei Reihen Druck machen können. Und damit meine ich nicht ein Waldorfsystem, wo jeder das macht, wozu er gerade Lust hat.
Es ist noch sehr viel Holst bei Ritten Sport: Standeishockey aus den 80er Jahren. Den Unterschied zu modernem Eishockey hat der HC Pustertal gezeigt: Beeindruckend das Tempo, das die Mannschaft aufbaut, um ins Angriffsdrittel zu kommen.
Ritten hat nur Glück, Justin Pogge zu haben. Ein sehr guter Tormann, mit starken Reflexen und einer noch besseren Körpersprache. Ohne ihn wäre das erste Derby der Saison zum Rittner Fiasko geworden.

Ach ja: Da gibt es ja noch Perna. Wer den Begriff "Fehleinkauf" googelt, findet auf den ersten drei Ergebnisseiten sein Bild: Keine Ahnung, was sich Wilson gedacht hat, als er Perna forderte: in keiner einzigen Aktion war er auf der Höhe des Geschehens, dieser Spieler ist höchstens dafür gut, einem jungen Einheimischen den Platz zu nehmen.

Resümee: Es sollte dringend was passieren, am Rittner Hochplateau. Weil sich die Mannschaft und die Fans verdient hätten, dass das gesamte Potential aus dem Team herausgeholt wird. Denn Potential hat die Mannschaft - ohne Zweifel. Nur einer muss passieren: Die Hausaufgaben müssen erledigt werden, nicht von den Schülern, sondern vom Lehrer. Und die Spieler müssen dort eingesetzt werden, wo sie gelernt haben zu spielen. Denn ansonsten kann es passieren, dass Tudin eines schönen Morgens erwacht und sich einbildet, Tormann zu sein.
 

Freitag, 21. September 2012

Ein Spieltag, zwei Überraschungen und einige Erkenntnisse.



Foto: Max Pattis
Die Meisterschaft ist jung. Gerade einmal 60 Minuten alt. Trotzdem: Es ging um Punkte. Und das Bluffen ist vorbei. Natürlich: die Aussagekraft ist begrenzt – und wenn man nach einem Spiel auf den Rest der Saison schließen könnte, dann wäre der Spielbetrieb der kommenden Monate umsonst. Dann wäre Eishockey wie Monopoly, wo die erste Runde bereits entscheidend sein kann.

Der erste Spieltag hat gezeigt, dass der Unterschied zwischen Serie A2 und A1 doch größer ist, als viele zugeben wollen. Ansonsten hätte Valpellice Mailand nicht so klar in die Grenzen weisen können. Immerhin war Mailand vor dem ersten Spieltag hoch gehandelt worden. Doch anscheinend müssen sich einige Spieler erst wieder an die höhere Intensität der ersten Liga gewöhnen.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass der Meister auch in diesem Jahr die Mannschaft sein wird, die besiegt werden muss. Weil der HCB mit seiner ökonomischen Spielweise überzeugt hat, bei seinem Auftritt gegen Alleghe den Gegner kontrolliert hat, und bei den sich bietenden Möglichkeiten zugeschlagen hat. Das einzige Problem beim amtierenden Meister ist die dünne Spielerdecke in der Defensive: Im Clubhaus täte man gut daran, sich noch nach zwei Verteidigern umzusehen. Denn nach den bisher gezeigten Leistungen muss Günther Hell nicht unbedingt die Backup Position einnehmen.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass Ritten Sport noch siegen kann. Restlos überzeugt haben die Buam zwar nicht, aber wer möchte nach einem 5:0 schon das berühmte Haar in der Suppe suchen? Klar ist: Pontebba ist sicher nicht die Mannschaft, über die der Weg zum Titel führt. Dazu sind die Friulaner einfach zu schwach aufgestellt.

Der erste Spieltag hat auch gezeigt, dass Cortina die Entscheidungen im Penaltyschießen sucht, und dann verliert. Dass die Ampezzaner sich zwar frühe Führungen herausarbeiten können, aber, wie schon am Dienstag, diese nicht über die Zeit retten können. Ein Indiz, dass die Mannschaft über das notwendige Talent verfügt, aber defensiv noch eine Menge Arbeit vor sich hat.

Der erste Spieltag hat aber vor allem eines: Lust auf mehr Eishockey gemacht. Für alle, die den schnellen Sport so lieben ergibt sich am Samstag die Gelegenheit, eine der emotionalsten Partien mitzuerleben: Das Derby zwischen Pustertal und Ritten. Das zudem ein spannendes Spiel zu werden verspricht. Weil Ritten wieder hoch hinaus will. Und Pustertal den Teufel tun wird, freiwillig den Platz zu räumen. Und es die Heimprämiere für die Wölfe ist. Und Ritten einiges gut zu machen hat.

Es ist/bleibt also spannend…


Mittwoch, 19. September 2012

Supercup 2012: Gratulation an den HC Bozen

Bozen gewinnt  den ersten Titel der neuen Saison.
Foto: Max Pattis

Die erste Schlacht der neuen Saison ist geschlagen. Und Sieger ist wieder der HC Bozen. Der, seit Brian Mc Cutcheon hinter der Bande steht, saisonsübergreifend noch kein Spiel verloren hat. Freilich: Die Aussagekraft des gestrigen Endspiels ist begrenzt, weil der Supercuptitel nicht als wirklich wertvoll anerkannt wird und weil der Zeitpunkt für ein solches Spiel zwei Tage vor Meisterschaftsbeginn ungünstig liegt. Trotzdem konnte man eines erkennen: Die Special Teams von Bozen sind stark. Zu diesem Zeitpunkt ein so klares und strukturiertes Powerplayspiel zu sehen, das kann schon ein bisschen einschüchternd sein. Denn eines ist sicher: Die Truppe aus der Landeshauptstadt ist gewiss noch nicht so eingespielt, wie sie es in zwei Monaten sein wird.

Cortina wirkte motiviert, aber noch nicht eingespielt. Es ist die Mannschaft mit der kürzesten Vorbereitungszeit. Die nur ein Testspiel bestritten hat. Trotzdem schafften es die Ampezzaner, Bozen unter Druck zu setzen. Und zum Sieg fehlte nicht viel: ein bisschen Kaltschnäuzigkeit und ein bisschen Glück. Doch so ist der Sport.

Auffälligster Spieler des Altmeisters: Stanislav Gron, der seine Qualitäten als Spielmacher ein ums andere Mal unter Beweis stellte. Er soll der Leader in der Olympiastadt sein. Und, wenn er dort weitermacht, wo er gestern begonnen hat, dann wird er diese Rolle zweifellos übernehmen können. Er hat das Potential, zu einem der herausragenden Spieler der Saison zu werden.

Bozen hingegen überzeugte als Kollektiv. Wobei ganz sicher noch nachgelegt werden muss, um die Kadertiefe in der Verteidigung zu erreichen, um die Meisterschaft in Angriff nehmen zu können. Egger und Borgatello sind zwar gut, aber sie sind keine Übermenschen, die 40 Minuten und mehr spielen können. Günther Hell machte eine solide, aber keine herausragende Partie. Dass auf der Torhüterposition nachgelegt werden wird, das steht schon fest.

Definitive Schlüsse aus dem Supercupfinale für die morgen beginnende Meisterschaft zu ziehen ist schwer: Aber man kann davon ausgehen, dass Bozen, wenn weiterhin mannschaftlich so überzeugend vorne mitspielen wird. Und dass Cortina, wenn eingespielt, stark einzuschätzen ist. Vor allem, weil individuell sehr starke Elemente in der Mannschaft sind.

Mittwoch, 12. September 2012

Volk: Jubel!!!

In einer Woche geht die neue Meisterschaft der Serie A1 in Italien los. Appetithäppchen ist das Supercupfinale zwischen dem Rekord- und aktuellen Meister HC Bozen und der Mannschaft, die die zweitmeisten Italienmeistertitel gewonnen hat, dem SG Cortina. Obwohl der Supercup ein Titel ist, wird er von den wenigsten als solcher angesehen. Vielmehr sehen ihn die Mannschaften als einen letzten Test vor der Meisterschaft. 

Was mich an dieser Stelle ein bisschen wundert: Die richtige Euphorie scheint noch nicht ausgebrochen zu sein. Vielmehr regiert die Unzufriedenheit und die Nörgler haben das Heft in der Hand. So zumindest scheint es. Weil man von Bozen nix hört. Und weil man in Bruneck mit den Einkäufen nicht restlos zufrieden ist. Nur vom Ritten hört man nix. Weder was Gutes, noch was Schlechtes.

Das kann doch nicht sein!

Die Vorstände in den Vereinen sind zur Zeit ein bisschen nervös, weil sich in wenigen Tagen zeigt, was die von ihnen aufgestellte Theorie in der Praxis taugt. Deshalb schweigen sie. Und trauen sich nicht, Stimmung zu machen.

Aber: Können nicht die Fans die Freude verbreiten? Könnten sie nicht zumindest ein bisschen so tun, als ob sie sich auf die neue Saison freuen würden?

So also tue ich das, was sonst nicht meine Art ist: Optimismus und Vorfreude verbreiten. Weil jemand muss es ja tun!

Es ist die Vorfreude schon am Morgen , weil am Abend ein Heimspiel ist. Den ganzen Tag nach neusten Informationen und Statistiken suchen, irgendwelche Quellen anzapfen, um die neusten Neuigkeiten über die Aufstellung zu erfahren, sich mit Freunden über die beste Linienzusammenstellung zu unterhalten. Vor dem Eintritt ins Stadion noch schnell eine Zigarette rauchen, dabei wieder die Leute treffen, die man seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen hat, und sich ehrlich darüber zu freuen.

Schnell ein Bier holen, um vom Aufwärmtraining ja nix zu versäumen, damit man eventuelle Schwachpunkte der Gegner ausmachen kann.

Dann endlich geht es los: Die Gladiatoren laufen ein, Rituale, die seit Jahren ablaufen, die auch schon bei den Freundschaftsspielen dieselben waren, doch nun geht es endlich um Punkte. Sich während des Spiels über den Schiedsrichter aufregen, sich mit den gegnerischen Fans ärgern, Spielzüge aufsaugen, analysieren, loben und kritisieren.
Nach dem Spiel noch Stunden ein gemeinsames Gesprächsthema haben, streitend oder übereinstimmend. Tags darauf zum Kiosk um zu sehen, ob die Zeitung schreibt, was man selber gesehen hat, oder ob wieder einmal einer am Werk war, der nix versteht und etwas gegen die eigene Mannschaft hat…

Kommt nicht bei diesen Gedanken zumindest ein kleines Kribbeln?
Sind es nicht diese, objektiv zwar sinnfreien, aber doch so schönen, jahrelang ausgelebten Rituale, die uns den Meisterschaftsstart herbeisehnen lassen?

Nun denn, Volk! Lasset für ein paar Tage die Klingen der Kritik schweigen und lasset uns gemeinsam freuen, auf das größte, das schönste, das mitunter beste, was das Leben zu bieten hat !
Lasset uns gemeinsam auf die Spiele warten.


 Und jubelt!