Freitag, 28. September 2012

Drei Spiele gespielt: Alles in Ordnung!



Warum immer so negativ, Mr. Traube?

Stimmt, das muss sich ändern. Einmal etwas Positives. So quasi als Einstimmung ins Wochenende. Ohne Hintergedanke, ohne Anspielung - weil das Leben zu kurz ist, für ein Magengeschwür!

Der Hockeybetrieb hat in der höchsten italienischen Liga wieder richtig Fahrt aufgenommen. Mag sein, dass die Septemberspiele als noch nicht entscheidend gewertet werden. Was ein Fehler ist: Denn die Septemberpunkte zählen auch im Februar. Wer jetzt nicht sammelt, der bekommt zum Ende der Regular Season Stress. Das ist ganz einfach: Irgendwie vergleichbar mit den Hausaufgaben, die man in der Schule zu erledigen hatte.

In diesem Sinne Musterschüler ist der HC Pustertal, der noch nix anbrennen ließ und alle Punkte mitgenommen hat, die es mitzunehmen gab. Wobei der Erfolg in Valpellice als höchste Leistung eingeschätzt werden muss. Ein Spiel, bei dem die Wölfe Charakter bewiesen haben. Und sich auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht aus der Bahn haben werfen lassen. Hundert Prozent Einsatz. Und das schon im dritten Saisonsspiel. Das ist vorbildlich.





Ritten hatte das Pech, auf den Musterschüler zu treffen. Da es nur einen geben kann, der perfekt in die Saison startet, hat Ritten das nächstbeste getan: seine anderen beiden Spiele gewonnen. Die Aufgaben waren lösbar. Auch wenn das Spiel gegen Fassa eines gezeigt hat: Jedes Spiel muss erst einmal zu Ende gebracht werden. Nur mit schön spielen gewinnt man keinen Blumentopf. Am Ende zählt, dass man mehr Tore als der Gegner schießt. Und das ist zu Hause gelungen: Makelloser kann eine Heimbilanz nicht sein. Kein Gegentor kassiert. Das gibt Selbstvertrauen. Nicht nur dem sehr guten Justin Pogge. Sondern auch den Vorderleuten. Die in Zukunft - davon ist auszugehen - mit breiter Brust die Festung Arena verteidigen werden. Denn zwei Schlachten sind geschlagen: Das ist schon eine Serie.

Dreimal gespielt, dreimal gepunktet: Das gilt für den HC Bozen. Eine kompakte und ausgeglichene Mannschaft. Mit einer zweiten Linie, die begeistert. Die jungen Wilden spielen dieses Jahr in Bozen: Marco Insam, Anton Bernard, Markus Gander. Das ist Spielfreude pur, Spielwitz und die Courage, einmal etwas Neues zu probieren. Im Tor ein sehr guter Günther Hell, der durch seine regelmäßigen Einsätze Selbstvertrauen getankt hat. Was Bozen noch braucht: Zwei Verteidiger, die Alex Egger, Christian Borgatello, Andrea Ambrosi und Daniel Fabris entlasten. Die vier müssen nämlich Überstunden leisten. Und wie!


Der Rest der Liga? Ausgeglichen, wenn man von Pontebba absieht. Eine Mannschaft, die auf keinen Fall Liganiveau hat. Dasselbe wäre man gewillt von Fassa zu sagen: Aber fünf Punkte in drei Spielen müssen erst einmal geholt werden. Und sollten Warnung für alle sein, die die Ladiner unterschätzen möchten.

Die Tabelle nach dem dritten Spieltag: Pustertal vor Bozen und Ritten. So kann es bleiben. Zumindest, wenn man die Hockeywelt aus Südtirol betrachtet.

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